Laufschuhe Gewicht

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Laufschuhe Gewicht

Laufschuhe Gewicht: Laufschuhe werden immer leichter entwickelt (teilweise <110 g), aber die Wahl der Laufschuhkategorie sollte nicht nur vom Gewicht abhängen.

Das Gewicht von Laufschuhen

Das Gewicht von Laufschuhen hängt von der Art und Menge des eingesetzten Materials und dem Aufbau des Schuhs ab. Eines der Ziele bei der Entwicklung von Laufschuhen über alle Kategorien hinweg ist, sie leichter zu machen. Das Gewicht soll reduziert werden, um bessere Trainingserfolge zu ermöglichen. Allerdings sind die dadurch erzielten Steigerungen eher im Profi- und Leistungsbereich relevant. Die Gewichtseinsparung ist aber vor allem in gesundheitlicher Sicht von Bedeutung. Denn hier geht es darum, die auf die Beine, Gelenke, Bänder und Sehnen wirkenden enormen Belastungen in den einzelnen Bewegungsphasen des Laufens (Abdruck-, Schwung-, Lande- und Stützphase) zu reduzieren. Mit zunehmendem Lauftempo werden diese Kräfte durch die nötige Energie zur Beschleunigung und zum Abbremsen und Stützen sehr beachtlich. Und bei steigender Laufdistanz summiert sich so eine beachtenswerte Belastung für den Körper. Jedes Gramm eingespartes Gewicht an Laufschuhen ist entsprechend von Vorteil.

Laufschuhgewicht und Anfänger

Schon beim einfachen und langsamen Joggen machen sich die Unterschiede im Gewicht der Joggingschuhe deutlich bemerkbar. Denn die Muskulatur und die Bänder / Sehnen von untrainierten Läufern kann zusätzliches Gewicht an den Füßen eben deutlich schlechter kompensieren. Insofern gilt aus unserer Sicht: Auch hier lohnt sich eine Investition in leichtere Schuhe.

Immer den leichtesten Laufschuh kaufen?

Laufschuhe GewichtDoch Vorsicht, beim Kauf von Laufschuhen gilt es viele Faktoren zu beachten, und nicht nur deren Gewicht. Nicht für Jeden eignen sich die leichtesten Laufschuhe, denn diese werden in der Regel für bestimmte Kategorien konzipiert und implizieren ein ganzes Set an Voraussetzungen und Eigenschaften, die vorrangig beachtet werden sollten. Dabei stehen Fragen im Vordergrund, wie gut der Läufer bereits trainiert ist, ob er übergewichtig ist, Anfänger / Wiedereinsteiger, ob er Fehlstellungen oder orthopädische Probleme besitzt etc. Da der Joggingschuh seiner wichtigsten Funktion, der Stützung und Dämpfung des Fußes, weiterhin gerecht werden muss, können Gewichtsersparnisse nur durch eine dünnere Sohle, reduzierte Dämpfungssysteme und das Weglassen von Stützen erzielt werden. Daduch zeichnen sich z.B. Wettkampfschuhe aus, die speziell für schnelle Läufe konzipiert wurden. Bei ihnen kann – bedingt durch die Besonderheiten des Vorfußlaufs – auf zusätzlichen „Ballast“ verzichtet werden. Ähnlich, wenn nicht ganz so extrem, ist es bei dem großen Trend zum Natural Running oder Barfusslaufen. Bitte lesen Sie dazu den Beitrag Tipps zum Laufschuhkauf und Kategorien von Laufschuhen.

Läufer sollten das Gewicht der Schuhe auch immer an ihr relatives Körpergewicht anpassen. Liegt Übergewicht vor, bzw. je mehr Übergewicht vorhanden ist, umso stabiler und gedämpfter – also schwerer – sollte der Joggingschuh sein. Neben der größeren Stabilität, muss er eine optimale Fußführung gewährleisten und eine entsprechende Haltbarkeit aufweisen. Läufer mit Normalgewicht können auf leichtere Schuhkonstruktionen zurückgreifen. Diese wird durch eine weichere Zwischensohle, eine geringe Dämpfung und geringere Stützen erzielt.

Für das Gewicht von Joggingschuhen gilt folgende Daumenregel: Je leichter das relative Gewicht des Läufers, je höher das Tempo, je länger die Laufdistanz und je weicher der Laufuntergrund, umso fortgeschrittener dürfen und sollte die Laufschuhkategorie ausgewählt werden. Dabei müssen natürlich auch ggf. vorhandene orthopädische Probleme des Läufers berücksichtigt werden. Das heisst Untrainierte, Übergewichtige und Anfänger sollten eher Dämpfungsschuhe wählen und sich dann langsam in „höhere“ Kategorien steigern, bis hin zum Natural Running / Barfusslaufen.

Leichter Barfußschuh

Gewichtsklassen Laufschuhkategorien

Bei stabileren Joggingschuhen wird (anders als bei Wettkampfschuhen, oder Barfußschuhen) die Zwischensohle dichter geschäumt, das Obermaterial fester gestaltet und die Fersenschale widerstandsfähiger ausgelegt. Zusätzlich kommen noch extra Pronationsstützen zum Einsatz. Das ist auch notwendig, da stabile Schuhe hauptsächlich für schwere bzw. übergewichtige Läufer konzipiert werden und stärkeren Kräfte ausgesetzt sind. Bei Wettkampfschuhen wird auf diese Funktionen bewusst verzichtet um die Schuhe leichter und flexibler zu gestalten. Bei ihnen steht das Tempo im Vordergrund. Ihre dünne Zwischensohle ermöglicht bestmöglichen Bodenkontakt und die geringe Schuhhöhe eine größere Fußfreiheit. Beim Natural Running mit Barfussschuhen kommt es hingegen auf eine große Freiheit und natürliches Abrollverhalten an. Man braucht keine Waage um festzustellen, dass ein Wettkampfschuh leichter ist als beispielsweise ein Bewegungskontrollschuh. Immerhin sind diese Joggingschuhe für völlig verschiedene Läufer und Läufe konzipiert. Der Gewichtsunterschied zwischen beiden Schuhtypen beträgt mitunter mehr als 350 g.

Als Orientierung für das Gewicht der Laufschuhkategorien zum derzeitigen Stand dient dabei folgende Auflistung:

Kategorie LaufschuheGewichtsklassen
  1. Dämpfungsschuhe /
    Cushionschuhe
300 – 400 g
  1. Stabilschuhe / Stabilitätsschuhe
300 – 400 g
  1. Bewegungskontrollschuhe /
    Motion Control Schuhe
350 – 450 g
  1. Trailschuhe
250 – 450 g
  1. Neutralschuhe
250 – 350 g
  1. Barfußschuhe
100 – 180 g
  1. Lightweight Trainer, Leichtgewichtsschuhe
180 – 300 g
  1. Wettkampfschuhe
150 – 250 g



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